Absetzsymptome  
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Die Liste meiner Absetzsymptome nach zwei durch Psychiater forcierte Kaltentzüge von Psychopharmaka (Neuroleptikum und Antidepressivum)
 

wenige Wochen und Monate nach Null des Antidepressivums:

  1. starkes Kälteempfinden, insbes. an Händen und Füssen (bei 36 Grad mit Wärmflasche im Bett)

  2. zeitweise Haarverlust

Januar 2018 (Null des Neuroleptikums):

  1. Beginnende Schlafprobleme

Februar März 2018:

  1. Gefühl einer Grippe ohne Schnupfensymptome,

  2. Gefühl die Schilddrüse spielt zeitweise verrückt, plötzliche offenbare Unverträglichkeit des L-Thyroxins

  3. Schwäche und Bettlägerigkeit über einige Tage

  4. Im Zusammenhang mit dem Zyklus auftretende tageweise kurze Depressivität

  5. Manische Zustände, Kaufrausch – über 6000 Euro für Klamotten etc.

  6. übermäßig aggressive Reaktion auf vermeintlich Menschen, die meine Nerven strapazierten

Mai 2018:

  1. vermehrte Schilddrüsenprobleme bzw. mit den L-Thyroxin

  2. erstmals stechende Schmerzen im Darm

  3. Zuspitzung der Schlafprobleme, nur noch wenige Stunden in der Nacht geschlafen

  4. Manische Zustände verschlimmerten sich

  5. Entwicklung eines ausgeprägten PMDS mit einhergehender suizidaler Depressivität

Juli, August, September 2018:

  1. nur noch 1 Stunde Schlaf in der Nacht

  2. Darmprobleme schwerer Natur, erstmals im Leben schwere Blähungen und Schmerzen, dick geschwollener Darmkrämpfe

  3. immer öfter bettlägerig krank und sehr schwach

  4. schwerer Verlauf in der Entwicklung des PMDS inkl. Medikamenten- und Alkoholmissbrauch

Oktober, November, Dezember 2018:

  1. komplette Bettlägerigkeit mit Schwäche, Schwindel und eine Art psychotischem, derealisiertem Zustand nach falschen Lebensmitteln (Histamin!)

  2. Unverträglichkeit der Pille mit schweren Hormonstörungen

  3. L-Thyroxin musste ich absetzen, da die Auswirkungen der Einnahme schwerwiegend waren

  4. Immer wieder Arzt- und Facharztbesuche ohne erklärende Befunde mit ernüchternden blödem und unbeholfenem Lächeln.

Januar 2019:

  1. vorübergehende kurzzeitige Besserung des Zustandes, der durch das Histamin auftrat (auch durch Anpassung der Ernährung und durch das Absetzen der Pille)

  2. ab Mitte/Ende des Monats nochmals deutliche Besserung der Histaminproblematik

Februar bis Ende Juli 2019:

  1. vereinzelte Unverträglichkeitsreaktionen aufgrund des Histamins, wenn ich leichtsinnig aß

  2. später Probleme mit dem Zucker, Gefühl der Unterzuckerung und damit einhergehende Schwächeanfälle

August 2019

  1. erneute Traumatisierung und erstmaliges „Aufreißen“ der alten Traumata, damit einhergehend schwere körperliche und psychische Symptome

  2. Bettlägerigkeit durch Symptome die in ihrer Schwere denen des Mastzellaktivierungssyndroms (1) gleichen

  3. Erscheinen von Amnesien und dissoziativen Problemlagen (Dissoziation mit schwerster Autoaggression (Schädel MRT, Neurologische Untersuchgen)

  4. Verschlimmerung der generalisierten Angstproblematik, der depressiven Phasen, der Suizidalität (Anflehen meines Ehemannes mir zu helfen von dieser Welt zu gehen)

ab Ende Februar 2020

  1. Ein Fenster - deutliche Anzeichen der Heilung zumindest von den physikalischen Dingen von den Medikamenten-Entzügen, immer noch überwiegend ein Pflegefall

ab März 2020

           Die Amnesie macht es mir gerade nicht möglich das nachvollziehen zu können was gewesen ist. Muss ich demnächst mit meinem Mann schriftlich nachvollziehen.

Anmerkung:

Viele Symptome sind von Anfang bis zum Ende geblieben. Andere verschwanden.

Die Schwerwiegendsten unter Ihnen sind leider geblieben. Ich bin auch immer noch stark temperaturempfindlich. Unter 20 Grad Außentemperatur friere ich mit blauen Lippen.

Fußnote:

Auszug aus meinem Buch „The Self Embracing Tree“:

Symptome des sekundären Mastzellaktivierungssyndroms im Entzug - Erklärung

Zitat

…. „Bei im Entzug außer Kontrolle geratenen Mastzellen spielen, im Gegensatz zur 'klassischen" Histaminintoleranz, nicht nur vermeintlich falsche Lebensmittel (histaminreiche, histaminfreisetzende und histaminabbaubehindernde) eine Rolle.

Überreizung durch Eindrücke (Einkaufen - etwas im Laden suchen, Gedränge, viele Menschen), Gerüche, Geräusche, Menschenmengen, Angst, zu wenig Schlaf, Müdigkeit, Überforderung/Überanstrengung geistig/körperlich, auch Gespräche etc. über 'berührende' Themen (Therapie), Streit, Diskussionen, manchmal schon das anderen Menschen Zuhören zu negativen Themen.) können Menschen im Entzug extrem zusetzen.

Psychischer, seelischer Stress, Angst, Wut, Zorn, Ärger, Nervosität, Spannung, aber auch Freude, Erregtheit, schlechtes Gewissen, Hektik, Zeitdruck, Leistungsdruck, Erwartungshaltung, Versagensängste, Minderwertigkeitsgefühle, Existenzangst, geistige Anstrengung, hochkonzentriertes geistiges Arbeiten, Sexuelle Erregung, Koffein etc. können hier Auslöser für verrücktspielende Mastzellen sein.

Bereits eine vollkommen normale, alltägliche nervliche Erregung kann bei uns zu übermäßiger Mediatorfreisetzung führen.

Ich habe zuletzt nicht mehr gewusst was ich Falsches zu mir genommen hatte.

Der Aspekt des körpereigenen, organisch bedingten Histaminüberschusses durch schlicht und einfach Stress war mir gar nicht bewusst, ich dachte es wären Symptome der Histaminintoleranz, die mir ein Rätsel waren, da ich mich strikt an die SIGHI Liste für HIT gehalten habe.

Wann immer ich in negative Situationen oder psychischen und körperlichen Stress oder nur kleine Anstrengung geriet, spürte ich eine aufkommende Welle von Hitze, Druck und Depressivität in mir, manchmal von jetzt auf gleich, wenn ein bestimmter Zenit überschritten war. Als hätte ich einen Knopf gedrückt.

Viele Ereignisse sammelten sich regelrecht an, irgendwann lief das bildliche Histamin-Fass dann über mit fatalen Folgen wie Bettlägerigkeit mit:

Fatique, Schwindel, wie Pudding in den Beinen, einschlafende Glieder, Kopf wie zu, Müdigkeit, Erschöpfungssyndrom, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, Stressanfälligkeit, depressive Verstimmung, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, gestörtes Temperaturempfinden, Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, Sehstörungen, Reizblase.

"Eine Mastzellenüberaktivität nach Medikamenteneinnahme ist leider so gut wie normal und an der Tagesordnung.

Mastzellen sind letztlich Immunzellen. Nach einer längeren Medikamenteneinnahme, die noch dazu (Histamin-) Rezeptoren blockiert, kommt es dann zu einem überschießenden, viel zu aktiven und gereizten Immunsystem.

Ein Großteil der Absetzsymptome, auch schon während des Reduzierens, ist auf eine Überaktivität der Mastzellen zurückzuführen." sagte mir eine der Admins aus unserer Selbsthilfegruppe.

Bei Menschen im Entzug handelt es sich nicht um ein klassisches, chronisches Mastzellaktivierungssyndrom.

Vielmehr ist es ein Zeichen der körpereigenen Selbstheilungs-Mobilisierung.

Mit den Monaten, oder manchmal auch erst nach Jahren, der Heilung von den Psychopharmka wird auch dieses Problem wieder verschwinden.“ Zitat Ende

 
     
 

Im Falle von Kaltentzügen wird sich nämlich der Horror unter den Medikamenten mit den Nebenwirkungen und jeder dagewesenen Depression ganz stark dramatisieren. Dinge, die für einen Menschen vorher bereits unaushaltsam schlimm zu sein schienen, werden sich um ein Vielfaches ins Negative steigern. Mehr als jeder Zweite mit Absetzsymptomen wird durch den protahierten/Kalt-Entzug zeitweise oder auf Dauer für viele Jahre zum Invaliden. Übrigens gibt es keine ärztliche Hilfe oder Unterstützung. Es ist nicht mal eine Diagnose existent, die einen Pflegegrad oder eine Rente begründen würde.

Im Kaltentzug ist man allein und verlassen.

Verächtet von den Verschreibern, teils von den Therapeuten, von Verwandten, "Freunden", Mitpatienten.

 
     
   


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